Trauer ist keine Krankheit – sondern eine gesunde Reaktion auf Verlust
KURZBESCHREIBUNG
In der Kinder- und Jugendhilfe begegnen Fachkräfte immer wieder jungen Menschen, die mit Verlusten leben müssen: sei es durch den Tod eines Familienmitglieds, Trennungen, den Verlust von vertrauten Bezugspersonen, der Herausnahme aus der Herkunftsfamilie, dem Wechsel von Lebensorten oder anderen einschneidenden Veränderungen. Gerade Kinder und Jugendliche erleben Trauer oft auf ganz eigene Weise – manchmal laut, manchmal leise, manchmal erst viel später.
Wie kann eine einfühlsame und stärkende Begleitung gelingen, ohne kindliches Verhalten zu pathologisieren? Wie können Fachkräfte Jugendliche in ihrer Trauer ernst nehmen, ohne sich selbst zu überfordern?
Diese dreitägige Fortbildung bietet Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe einen geschützten Rahmen, um sich mit eigenen Haltungen, Grenzen und Möglichkeiten in der Begleitung trauernder junger Menschen auseinanderzusetzen. Neben theoretischen Grundlagen und aktuellen Erkenntnissen aus der Trauerforschung stehen vor allem Selbsterfahrung, Praxisbeispiele, kreative Methoden und der Austausch im Fokus – mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg durch die Trauer kompetent und mitfühlend begleiten zu können.
- Auseinandersetzung mit folgenden Themen und Inhalten:
- Todeskonzepte von Kindern und Jugendlichen
- Entwicklungspsychologische Grundlagen
- Wissenschaftliche Grundlagen zum Trauerprozess
- Trauer bei Kindern und Jugendlichen vs. Erwachsenentrauer
- Bedürfnisse trauernder Kinder- und Jugendlicher
- Methoden der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Materialien für Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung, Rolle und den eigenen Grenzen
- Ziele: Sicherheit im Umgang mit Trauerprozessen entwickeln, Methoden kennenlernen, eigene Haltung reflektieren
ZIELGRUPPE
Mitarbeitende in: Kinder- und Jugendhilfe
GRUPPENGRÖSSE
8 - 16 Personen
MITZUBRINGEN IST
Offenheit
DOZENTEN
Christoph Maier ist gelernter Heilerziehungspfleger und studierter Rehabilitationspädagoge. Berufserfahrung sammelte er in unterschiedlichen Einrichtungen der Eingliederungshilfe und ist seit 14 Jahren Lehrkraft am Ita Wegman Berufskolleg.
Natalie Ziehr studierte praxisorientierte Sozialwissenschaften (Schwerpunkt: Soziale Arbeit und Erziehung) sowie Psychologie. Berufserfahrung sammelte sie in unterschiedlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und ist seit 15 Jahren Lehrkraft am Ita Wegman Berufskolleg.
DATEN
13. Apr. 2026, 11:00-16:30 Uhr
14. Apr. 2026, 08:30-16:30 Uhr
15. Apr. 2026, 08:30-15:00 Uhr
DAUER
3 Tage
16,5 Stunden = 22 UE
KOSTEN
375 €